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Wie sicher ist eine Organtransplantation in Zeiten von Corona?

Mehr als 9.000 Menschen warten in Deutschland auf ein Spenderorgan. Die aktuelle Corona-Situation hat daran nichts verändert. Bisher konnten Organspenden und Transplantationen in deutschen Zentren ohne nachweislichen Rückgang fortgeführt werden, wodurch die Versorgung von schwerkranken Patientinnen und Patienten, die auf ein neues Organ angewiesen waren, aufrechterhalten werden konnte. Mögliche Fragen, Sorgen und Ängste rund um das Thema Sicherheit einer Organspende in Pandemiezeiten rücken hierbei für Betroffene jedoch verstärkt in den Fokus.

Besonders in den durchführenden Zentren und Kliniken wird – vor, während und nach den Behandlungen – auf die Umsetzung entsprechender Sicherheits- und Hygienemaßnahmen geachtet, um potenzielle Spenderinnen und Spender sowie Transplantierte zu schützen.

„Grundvoraussetzung für die Organverteilung an unserem Transplantationszentrum ist, dass Spenderinnen und Spender einen negativen Corona-Abstrich und eine negative Reiseanamnese in Bezug auf Corona nachweisen können. Zudem arbeiten wir an einer schnellen intersektoralen Digitalisierung, beispielsweise in Form von Videosprechstunden als Angebot für Transplantierte, um hier für die Patienten und das medizinische Fachpersonal eine Erleichterung zu schaffen,“ so Dr. Ebru Yildiz, Geschäftsführerin des Westdeutschen Zentrums für Organtransplantation am Universitätsklinikum Essen. 

Händewaschen, routiniertes Desinfizieren und das Tragen von Gesichtsmasken –für Organtransplantierte gehört dies im Alltag längst zur normalen Gesundheitsprophylaxe. Die allgemeingültigen Corona-Maßnahmen stellen für sie kein Novum dar. Ein gesundes Maß an Vorsicht ist dennoch geboten, denn Organempfängerinnen und -empfänger müssen regelmäßig Medikamente nehmen, die das Immunsystem unterdrücken, welches für den körpereigenen Schutz vor Krankheitserregern zuständig ist. 

Anfängliche Bedenken und Unsicherheiten, ob sich bei immunsupprimierten Transplantierten vermehrt ein kritischer Krankheitsverlauf bei einer Corona-Infektion darstellen könnte, konnten bislang nicht bestätigt werden. Weder ein erhöhtes Erkrankungsrisiko noch eine steigende Mortalitätsrate seien laut Dr. Yildiz festgestellt worden, sodass alle Transplantationen, unter Beachtung der Sicherheitsmaßnahmen, weiter durchgeführt werden können.  

Unklar bleibt dennoch, ob durch das Coronavirus der Bedarf an Transplantationen zukünftig steigen wird. „Das öffentliche Bewusstsein für die Wichtigkeit des Themas Organspende zu stärken, ist gerade jetzt mehr denn je gefragt. Wir freuen uns über das wachsende Interesse der Gesellschaft und hoffen, dass möglichst viele die Corona-Pandemie als zusätzlichen Anlass zum aktiven Austausch über die Möglichkeit der Organspende nutzen,“ so Dr. Jorit Ness, Geschäftsführer der Stiftung Über Leben.

Stiftung Über Leben erhält Deutschen Mediapreis für die Organspende-Kampagne „Ausverkauft“

01.07.2020

Die Stiftung Über Leben ist bei der Verleihung des Deutschen Mediapreises 2020 in der Kategorie Media-Idee Non-Profit Media für ihre Kampagne „Ausverkauft“ ausgezeichnet worden. Die Kampagne, die von der Stiftung gemeinsam mit der Agentur Mediaplus gestaltet wurde, soll Menschen zum Nachdenken über das Thema „Organspende“ anregen. Hierzu wurden menschliche Spenderorgane als fiktiver „Artikel“ im Sortiment des BILD-Shops angezeigt. Wer auf den Eintrag klickte, gelangte so zu weiterführenden Informationen rund um die Organspende und konnte seinen Spenderausweis gleich online ausfüllen. Die Stiftung Über Leben hat für die Kampagne nun ein Media-Budget in Höhe von 400.000 Euro erhalten. Der Deutsche Mediapreis wird seit 1999 jährlich von der renommierten Fachzeitschrift „Werben & Verkaufen“ für innovative Medienideen verliehen.

Dr. Jorit Ness, Geschäftsführer der Stiftung Über Leben, sieht in der Entscheidung der Jury ein positives Zeichen für das Thema Organspende: „Wir freuen uns sehr, dass wir für unsere gemeinsame Arbeit mit Media Plus ausgezeichnet wurden – das ist auch ein toller Erfolg für die Organspende!“

Zur Pressemeldung.

Neue Kartenspender für Organspendeausweise

Dr. Jorit Ness, Geschäftsführer der Stiftung Über Leben, überreicht Claudia Lenzen,
Leiterin der Bürgerämter der Stadt Essen, einen Ausweisspender.

Immer mehr Menschen in Essen nehmen sich einen Organspendeausweis mit –die Nachfrage steigt kontinuierlich weiter an. Seit Mitte Dezember 2018 sind die Ausweisspender der Stiftung Über Leben – Initiative Organspende in Bürgerämtern, Jobcentern und anderen Essener Institutionen zu finden, um einen unkomplizierten Zugang zum Ausweis im Alltag zu ermöglichen. 2020 ist das Interesse noch einmal stark angestiegen, sodass die Stadt mehr Nachbestellungen aufgab als üblich.

„Die Ausweisspender sind in den Wartebereichen unserer Ämter platziert, viele Bürgerinnen und Bürger nehmen während des Wartens oder im Vorbeigehen einen Ausweis für sich und ihre Familien mit. Die Ausweisspender sind mittlerweile bekannt. Wir freuen uns sehr, dass wir so auf die Organspende aufmerksam machen können und unsere Einwohner für sich eine persönliche Entscheidung treffen“, so Claudia Lenzen, Leiterin der Bürgerämter der Stadt Essen.

Zur Pressemeldung

Anmeldungen ab sofort möglich: Webinar-Reihe „Organspende online kommunizieren“

Mit der Webinar-Reihe „Organspende – online kommunizieren“ stellt die Stiftung die Bausteine für eine erfolgreiche Online-Kommunikation zum Thema „Organspende“ zur Verfügung.  Die Inhalte richten sich an VertreterInnen aller Organisationen, die sich bereits für das Thema einbringen oder engagieren möchten – Ehren- und Hauptamtliche, Erfahrene und Einsteiger. Die ReferentInnen vermitteln fundierte Inhalte, machen Sie fit für die digitale Kommunikation und beantworten Ihre persönlichen Fragen. Seien Sie dabei und profitieren Sie deutschlandweit, vom Büro oder von zu Hause aus, von den Erfahrungen und dem Wissen unserer Online-ExpertInnen. Interaktiv und praxisnah!
Weitere Infos und zur Anmeldung hier.

Zahl der Organspender gestiegen

19.07.2020

Die Anzahl der gespendeten Organe ist dieses Jahr im Vergleich zum ersten Halbjahr des Jahres 2019 um 7,3 Prozent gestiegen: Von Januar bis Juni wurden bereits 487 Organe für eine Transplantation in Deutschland entnommen.
Die Stiftung Über Leben sieht einen Grund dieser Entwicklung in der grundlegenden gesellschaftlichen Debatte Anfang des Jahres: Der Bundestag diskutierte über die Widerspruchslösung, lehnte diese aber nach Abstimmung ab.
Weitere Infos hier.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn übernimmt die Schirmherrschaft der Aktion „Geschenkte Lebensjahre“

26.05.2020

Für die von Patientenverbänden entwickelte und durch die Stiftung Über Leben ins Internet übertragene Aktion „Geschenkte Lebensjahre“ hat nun Bundesminister Spahn die Schirmherrschaft übernommen.

„Diese Aktion gibt dem Thema Organspende ein Gesicht und macht über 9.000 Patienten auf den Wartelisten Mut. Jeder von uns kann in die Situation geraten, auf eine Organspende angewiesen zu sein. Deshalb nutzen Sie die Chance, sich zu informieren und Ihre persönliche Entscheidung zu treffen.“
so Spahn. Weitere Informationen auf www.organspendetag.de

Tag der Organspende 2020: Aktion „Geschenkte Lebensjahre“ mit neuem Rekord

06.06.2020

Die Aktion „Geschenkte Lebensjahre“, die von Patientenverbänden entwickelt wurde, fand in diesem Jahr online statt: Transplantierte aus ganz Deutschland erhielten die Möglichkeit, der Organspende ein Gesicht zu geben und „Danke zu sagen“, – „Danke“ für jedes weitere Lebensjahr, das durch die Organspende möglich wurde

Weitere Aktionen können auf der gemeinsamen Seite unter www.organspendetag.de abgerufen werden. Aufgrund der Corona-Krise konnte der Tag der Organspende in diesem Jahr nicht wie in den vergangenen Jahren mit einer zentralen Veranstaltung durchgeführt werden. „Dass so viele Menschen trotzdem mitgemacht haben, bestärkt uns darin, die digitale Kommunikation für das Thema Organspende weiter nach vorne zu treiben“, so Dr. Jorit Ness, Geschäftsführer der Stiftung Über Leben.

Der Tag der Organspende wird jährlich von einem starken Bündnis, bestehend aus Bundesverband der Organtransplantierten e. V., Bundesverband Niere, Lebertransplantierte Deutschland e. V., Deutsche Stiftung Organtransplantation, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Deutsche Transplantationsgesellschaft, Netzwerk Spenderfamilien e.V. und der Stiftung Über Leben, organisiert.

Bestellung des Organspende-Ausweises – mit eingedrucktem Namen

18.05.2020

Die Stiftung Über Leben bietet gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) den Organspendeausweis auf der neuen Plattform organspendetag.de kostenfrei an. Die Stiftung stellt diesen Ausweis mit individuellem Eindruck zur Verfügung. Die BZgA bietet größere Stückzahlen an. Weitere Informationen unter: https://www.organspendetag.de/

Neue Webseite zum Tag der Organspende startet mit virtuellen Aktionen

13.05.2020

Die neue Webseite zum Tag der Organspende ist unter www.organspendetag.de aufrufbar.

Einen Monat vor dem diesjährigen Tag der Organspende geht die neue Webseite des Aktionstags online. Hier finden BesucherInnen sowie UnterstützerInnen ab sofort alle Informationen rund um künftige Veranstaltungen und Impressionen der vergangenen Aktionstage.

Aufgrund der Corona-Situation kann der Aktionstag in diesem Jahr nicht wie gewohnt in einer Gastgeberstadt – 2020 wäre dies Halle an der Saale gewesen – stattfinden. Die Organisatorinnen und Organisatoren der Veranstaltungen haben jedoch eine kreative Lösung gefunden und den Tag der Organspende kurzerhand ins Internet verlegt. So informiert die Plattform nun mit vielen digitalen Aktionen über das wichtige Thema Organspende.
Eine davon ist die „Aktion Geschenkte Lebensjahre“, die bei den vergangenen Aktionstagen für einen Hingucker sorgte: Dabei bedanken sich Menschen, die ein Spenderorgan erhalten haben, für die Jahre, die seit ihrer Transplantation vergangen sind. Bei den vergangenen Veranstaltungen wurden Organempfängerinnen und Organempfänger dazu aufgerufen, die Zahl ihrer geschenkten Lebensjahre mit einem Schild auf der Bühne zu präsentieren, sodass alle Jahre zusammengezählt werden konnten. In diesem Jahr soll eine Fotocollage das reale Treffen ersetzen. Alle Organempfängerinnen und Organempfänger sind hiermit herzlich aufgerufen, sich zu beteiligen und hier ein Selfie mit der Zahl der Jahre, die seit ihrer Transplantation vergangen sind, hochzuladen. So soll gezeigt werden, was durch eine Organspende möglich ist!

Neue Studie: Organspendeausweis im Notfall nur selten auffindbar

Eine heute im Deutschen Ärzteblatt erschienene Studie lässt vermuten, dass nur ein sehr geringer Anteil der in Deutschland lebenden Bevölkerung einen ausgefüllten Organspendeausweis bei sich trägt. Im Rahmen der Erhebung, die bei 2.044 Patientinnen und Patienten im Schockraum der Notaufnahme des Universitätsklinikums Essen durchgeführt wurde, konnte nur bei 17 Personen ein Organspendeausweis gefunden werden.

„Der Organspendeausweis funktioniert nur, wenn er auch auffindbar ist. Die Stiftung Über Leben empfiehlt deshalb ausdrücklich, den ausgefüllten Ausweis immer dabei zu haben. Nur so kann der individuelle Wille umgesetzt werden und die Angehörigen werden in einer ohnehin schon schwierigen Situation nicht zusätzlich mit dieser sehr persönlichen Entscheidung belastet“, erläutert Jorit Ness, Geschäftsführer der Stiftung Über Leben – Initiative Organspende. „Nahestehende Personen sollten unbedingt darüber Bescheid wissen, wo der Ausweis zu finden ist und dafür sensibilisiert sein, dass er im Notfall im Krankenhaus vorliegen muss“, rät Ness weiter.

Gesetzesreform zur Organspende im Parlament verabschiedet

Im Oktober 2022 wird die „erweiterte Zustimmungslösung“ in Kraft treten. Die Stiftung Über Leben bereitet die Umsetzungsunterstützung der neuen gesetzliche Regelung zur Organspende vor.

Jorit Ness, Geschäftsführer der Stiftung Über Leben: „Aufklärungsarbeit zum Thema Organspende bleibt wichtig.“

Der Deutsche Bundestag hat für die erweiterte Zustimmungslösung gestimmt. 382 Abgeordnete gaben ihre Stimme für die Änderung ab, insgesamt 671 nahmen an der Abstimmung teil. Das neue Gesetz tritt voraussichtlich im Oktober 2020 in Kraft und wurde als Entwurf von einer Gruppe von Abgeordneten um Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen) und Stephan Pilsinger (CSU) eingereicht. Die Stiftung Über Leben – Initiative Organspende bereitet die Umsetzungsunterstützung der Gesetzesänderung vor und sieht in ihr langfristig eine Chance, das Thema Organspende in der Gesellschaft zu stärken und die Situation der Menschen auf den Wartelisten zu verbessern.

„Die Stiftung Über Leben begrüßt, dass durch die Reform ein neuer Impuls für das Thema Organspende gesetzt wird. Gleichzeitig setzt sie sich weiterhin dafür ein, das gesellschaftliche Bewusstsein für das Thema Organspende voranzubringen. Die Aufklärungsarbeit zum Thema Organspende bleibt wichtig.“ so Jorit Ness, Geschäftsführer der Stiftung Über Leben.

The Decision – Stiftung Über Leben unterstützt Filmprojekt

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Die Stiftung Über Leben unterstützt das Filmprojekt „The Decision“ der Filmakademie Baden-Württemberg zum Thema Organspende und regt damit an sich zu entscheiden: Möchte ich nach meinem Tod Organe spenden?

Worum geht es?

Wir erzählen die Geschichte von Maria, die nicht nur einen schweren Schicksalsschlag verkraften muss, sondern auch vor einer wichtigen Entscheidung steht und möglicherweise dadurch einen anderen Menschen retten kann.
Hier geht es zum Video.

Unter der Regie von Nicolas Bori, wurde der Film von Simona Weber und Daniel Kottirsch als Teil ihrer Abschlussarbeit an der Filmakademie produziert.

„Gemeinschaftlicher Initiativplan Organspende“ im Bundesgesundheitsministerium verabschiedet

(v.l.) Jorit Ness, Geschäftsführer der Stiftung Über Leben, Lena Westermann, Junge Helden e.V. und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit dem verabschiedeten „Gemeinschaftlichen Initiativplan Organspende“

25.06.2019

Heute wurde im Bundesministerium für Gesundheit zusammen mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn der „Gemeinschaftliche Initiativplan Organspende“ für bessere Rahmenbedingungen und stärkere Vernetzung verabschiedet. Rund zwanzig Organisationsvertreter vereinbarten das zuvor erarbeitete Konzept – darunter die Stiftung Über Leben.

Die Deutsche Stiftung Organtransplantation verantwortet im Folgenden die koordinierte Umsetzung des verabschiedeten Plans. Das Bundesgesundheitsministerium wie auch alle anderen Organisationen sicherten dafür ihre aktive Unterstützung zu. In einem nächsten Schritt soll ein strukturierter Zeit- und Maßnahmenplan erstellt und dadurch eine Ergebnisüberprüfung für die weitere zukünftige Entwicklung erarbeitet werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warb dafür, in den sozialen Medien für das Thema Organspende noch aktiver einzutreten. Lena Westermann von dem Verein „Junge Helden“ und Jorit Ness als Vertreter der „Stiftung Über Leben“ nahmen die Aufgabe an und stehen einer engeren Zusammenarbeit in diesem Bereich der Aufklärungsarbeit offen gegenüber.

Weitere Informationen in der Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums.

Die Vertreter der beteiligten Organisationen bei der Verabschiedung des „Gemeinschaftlichen Initiativplans Organspende“ Foto: BMG/Schinkel

Tag der Organspende Essen lud zum Austausch ein

Dr. Rainer Kundt, Ärztlicher Leiter Gesundheitsamt Essen, Rudolf Jelinek, 1. Bürgermeister Stadt Essen, Dr. Ebru Yildiz, Transplantationsbeauftragte UK Essen, Prof. Dr. Karl-Heinz Jöckel, Vorstandsvorsitzender Stiftung Über Leben, Dr. Ulrike Wirges, Geschäftsführende Ärztin DSO NRW, und Regisseur Steffen Weinert auf dem roten Teppich

07.06.2019

Die Stiftung Über Leben veranstaltete am 6. Juni den Tag der Organspende Essen mit der Premiere des Spielfilms „Das Leben meiner Tochter“ um 19.30 Uhr im Astra Theater. Der Film handelt von einer jungen Familie, deren 8-jährige Tochter plötzlich auf ein Spenderherz angewiesen ist. Als nach über einem Jahr Wartezeit immer noch kein passendes Organ für das Mädchen gefunden ist, zieht der Vater in Erwägung, auf illegalem Wege ein Herz zu beschaffen.

Prof. Dr. Karl-Heinz Jöckel, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Über Leben, begrüßte neben Regisseur Steffen Weinert, der auch die Buchvorlage für die Verfilmung schrieb, und Bürgermeister Rudolf Jelinek zur Veranstaltung. Nach der Vorführung standen Regisseur Steffen Weinert, Organempfängern Karin Wahl, Transplantationsbeauftragte Dr. Ebru Yildiz sowie Dr. Ulrike Wirges, Geschäftsführende Ärztin der DSO Region NRW, und Dr. Rainer Kundt, Ärztlicher Leiter des Gesundheitsamtes Essen, für Fragen zur Verfügung.

Die rund 100 Besucherinnen und Besucher, die sich bereits vor dem Film an Ständen im Foyer informieren konnten, erkundigten sich interessiert nach den Abläufen einer Organspende und -transplantation sowie dem Leben mit einem Spenderorgan und den Hintergründen der Filmproduktion. „Uns war wichtig, die Zuschauerinnen und Zuschauer nach dem Film nicht alleine zu lassen und eine Plattform zum Diskutieren zu bieten“, erläutert Jorit Ness, Geschäftsführer der Stiftung Über Leben.

Weitere Informationen zum Film, der am 6. Juni bundesweit in den Kinos angelaufen ist, gibt es unter: www.daslebenmeinertochter.de

Stiftung Über Leben beim Tag der Organspende in Kiel

Das Team der „Stiftung Über Leben“ informierte am 1. Juni beim Tag der Organspende in Kiel

03.06.2019

Zum bundesweiten Tag der Organspende war die Stiftung Über Leben als Teil der Planungsrunde am 1. Juni bei der zentralen Veranstaltung in Kiel vor Ort. Bei bestem Wetter bot sie mit einem Informationszelt zum Thema „Aufklärung Organspende“ neben einem Glücksrad mit spannenden Quizfragen an, den Organspendeausweis mit einem Kartendrucker personalisieren zu lassen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn begrüßte die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung persönlich und rief zum Nachdenken über das Thema auf. Außerdem lockten viele weitere Aktionsstände und ein breites musikalisches Unterhaltungsprogramm mit u.a. Sänger Michael Schulte.

„Wir freuen uns über das große Interesse und die vielen Gespräche, die wir zum Tag der Organspende führen konnten“, stellt Jorit Ness, Geschäftsführer der Stiftung Über Leben, fest.

Organspendeausweise für alle Kieler

Projekt auf der Spendenplattform www.wir-bewegen.sh sammelt Spenden, um Ausweisspender für Organspendeausweise in der Stadt Kiel zu verbreiten

Der Ausweisspender für Organspendeausweise schafft einen unkomplizierten Zugang zum Organspendeausweis im Alltag.

29.05.2019

Mit dem Tag der Organspende am 1. Juni 2019 in Kiel fällt der Startschuss für das Projekt „Organspendeausweise für alle Kieler“ auf der Plattform www.wir-bewegen.sh. Viele Menschen stehen der Organspende positiv gegenüber, tragen jedoch keinen ausgefüllten Organspendeausweis bei sich. Da in Deutschland die Entscheidungslösung greift, ist es umso wichtiger, dass sich jede und jeder mit dem Thema auseinandersetzt und bewusst eine Entscheidung für sich trifft und seine oder ihre Entscheidung auf dem persönlichen Organspendeausweis dokumentiert.

Die Stiftung Über Leben hat dafür einen Kartenspender für Organspendeausweise entwickelt, der dem Thema einen sichtbaren Platz im Alltag einräumt. Durch die gesammelten Spenden sollen möglichst vielen Institutionen und öffentlichen Einrichtungen in Kiel kostenfreie Ausweisspender und Organspendeausweise nachhaltig und dauerhaft zur Verfügung gestellt werden.

Interessierte können mit der Stiftung Über Leben Kontakt aufnehmen, um die Ausweisspender und Organspendeausweise zu erhalten, oder Vorschläge für geeignete Orte in Kiel einreichen. Ziel ist es, dank der Spendengelder möglichst viele Ausweisspender inklusive Organspendeausweise für ganz Kiel zur Verfügung zu stellen. Mit den anvisierten 2.500 € könnten bereits 50 solcher Spender angeschafft werden.

Alle Informationen und die Möglichkeit zu spenden finden Sie hier.

Stadt Essen führt Ausweisspender
für Organspendeausweise ein

Essen verbreitet als erste Stadt Kartenspender der Stiftung Über Leben – Initiative Organspende

Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, Prof. Dr. Karl-Heinz Jöckel, Vor-standsvorsitzender der Stiftung, und Peter Renzel, Gesundheitsdezernent der Stadt Essen, neben dem Ausweisspender im Rathaus. Foto: Moritz Leick; Stadt Essen

01.03.2019

Die Stadt Essen stattet als erste Kommune bundesweit ihre öffentlichen Einrichtungen im gesamten Stadtgebiet mit Ausweisspendern für Organspendeausweise aus. Die Stiftung Über Leben – Initiative Organspende hat den Kartenspender entwickelt, um einen unkomplizierten Zugang zum Ausweis im Alltag zu ermöglichen. Seit Mitte Dezember 2018 sind die Spender in Bürgerämtern, Jobcentern und anderen Essener Institutionen zu finden.

Für die Organspende gilt in Deutschland die Entscheidungslösung. Das bedeutet, dass sich jeder Mensch mit der Frage nach einer Organspende auseinandersetzen, eine Entscheidung treffen und diese auf dem Organspendeausweis dokumentieren soll. Um diesen Ausweis den Bürgerinnen und Bürgern in Essen leichter zugänglich zu machen, hat die Stadt nun von der Stiftung Über Leben – Initiative Organspende eigens für diesen Zweck entwickelte Spender angebracht. „Auch in Essen kann wegen des Mangels an Organspendern vielen Patientinnen und Patienten nicht rechtzeitig zu einer notwendigen Transplantation verholfen werden“, so Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Deshalb wollen wir mit den Kartenspendern auf das Thema aufmerksam machen und sorgen dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger den Organspende-ausweis nun ganz ohne Aufwand mitnehmen können.“ Denn den Ausweis ausfüllen und mit sich führen reicht aus, um die persönliche Entscheidung gültig zu dokumentieren – eine offizielle Registrierung erfolgt bisher nicht.

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